Breadcrumbs

Aktuelle Artikel


Die letzte Septemberwoche begann mit einem astronomischen Highlight. In den frühen Morgenstunden des 28.09.2015 befanden sich Sonne, Erde und Mond wieder einmal auf einer Geraden. Das bedeutet, dass bei klarer Sicht auf großen Teilen der Erde eine Mondfinsternis beobachtbar ist. Über 20 Schülerinnen und Schüler hauptsächlich aus den beiden Astronomiekursen unserer Schule sowie vier Lehrerinnen und Lehrer nutzten diese Gelegenheit und trafen sich bereits am späten Sonntagnachmittag zunächst zum gemeinsamen Grillen auf dem Schulhof. Anschließend gab es Informationen zu den Eckdaten der Mondfinsternis und einen Workshop mit dem Thema „ Wie fotografiert man den Mond?" Hierbei ging es vor allem um das Verstehen der Zusammenhänge zwischen Blende, ISO-Wert und Belichtungszeit sowie um Fragen des Fokussierens und des Bildwinkels beim Fotografieren des Mondes. Dieses Wissen benötigt man, da die Automatikfunktion der Fotoapparate bei Astrobildern fast immer versagt.
Nach kurzer Nachtruhe in der Turnhalle startete gegen 2.45 Uhr die Beobachtung des Mondes. Um 3.07 Uhr trat der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Zwischen 4.11 Uhr und 5.23 Uhr befand er sich vollständig im Kernschatten der Erde. In dieser Zeitspanne, der Totalitätsphase, erschien der Mond in einem kupferroten Farbton. Verursacht wird dieser Effekt durch die Erdatmosphäre, durch die das langwellige rote Licht so abgelenkt wird, dass es in den Kernschatten der Erde eintreten kann.
Um 6.27 Uhr verließ der Mond den Kernschatten der Erde.
Etwas müde, aber mit schönen Mondbildern im Kopf und auf unseren SD-Karten wartete nach einem gemeinsamen Frühstück der Schulalltag auf uns.
Ab Mitte November werden unsere schönsten Bilder der Mondfinsternis im Theodor-Fontane-Gymnasium zu sehen sein.

 

Text: Ralf Böhlemann

Bilder: Ralf Böhlemann und Achim Fiebig

 

 

Bild1-Mofi-2015-09-28-0427MESZ

                                                          Kupferroter Mond um 5.05 Uhr

 

Bild2-Mofi-2015-09-28-0503MESZ

                                                          Der Mond 16 min nach Beginn der Totalitätsphase

 

Planetarium: http://gymnasium-strausberg.de/index.php/2013-01-24-22-07-13/plm

Termine und Themen: http://www.boehlemann.de/AAS2015-16.pdf

Sonnenfinsternis am 20. März 2015

Hoffentlich haben wir am 20. März schönes Wetter! Denn pünktlich zu Frühlingsbeginn wird der Tag kurzzeitig zur Nacht: Der Mond schiebt sich zwischen die Sonne und die Erde, sodass es zu einer Sonnenfinsternis kommt. Leider wird der Mond in unseren Breiten nur knapp 75% der Sonnenscheibe verdecken und wir erleben „nur" eine partielle Sonnenfinsternis. Um an diesem Tag eine totale Sonnenfinsternis beobachten zu können, müsste man weiter in den Norden reisen. An der Ostküste Islands z.B. wird die Sonnenscheibe fast komplett verdeckt.
Falls der Himmel nicht bewölkt ist, wird der Mond in unseren Breiten ca. um 9:40 Uhr anfangen, die Sonnenscheibe zu streifen und acht Minuten später ist dann die maximale Bedeckung mit 74,4% erreicht. Auch wenn ein Großteil der Sonne verdeckt ist, darf trotzdem nicht direkt mit einem Teleskop oder Fernglas ohne entsprechenden Filter in die Sonne geschaut werden! Gegen 12:00 Uhr wird die partielle Sonnenfinsternis dann vorbei sein.
Eine Sonnenfinsternis entsteht nur, wenn sich Sonne, Mond und Erde in einer Linie befinden. Außerdem muss Neumond sein, da der Mond von hinten von der Sonne beleuchtet wird und somit für uns nicht sichtbar ist. Weil die Bahn des Mondes um 5° gegen die Erdbahn um die Sonne geneigt ist, können wir nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis erleben. Es kommt nur zu einer Sonnenfinsternis, wenn sich der Mond in einem seiner beiden Knotenpunkte befindet und er genau zwischen Sonne und Erde steht. Auf anderen Punkten seiner Bahn bewegt er sich entweder oberhalb oder unterhalb an der Sonne vorbei. Auf Grund der geringen Größe des Mondes und seiner großen Entfernung wird nur ein kleiner Teil der Erde von seinem Kernschatten verdeckt. Da die Bahn des Mondes elliptisch ist, befinden sich die Knotenpunkte nicht gleich weit entfernt von der Erde, sodass er in dem einem etwas dichter ist als in dem anderen. Wenn er sich im weiter entfernten Punkt befindet, ist die Mondscheibe zu klein und es kommt zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis im Kernschattengebiet. Allerdings wird die Sonnenfinsternis am 20. März in der Kernschattenzone eine totale Sonnenfinsternis sein, denn der Mond befindet sich im absteigenden Knoten.
Eine Sonnenfinsternis, wie wir sie erleben können, ist in unserem Sonnensystem einzigartig, denn es gibt keinen anderen Planeten, bei dem eine Mondscheibe vom Planeten aus betrachtet genau so groß ist wie die Sonnenscheibe. Nicht einmal einer der über 60 Monde des Jupiters kann dies erreichen, denn entweder sind die Mondscheiben viel zu groß oder sie sind viel zu klein. Die Mondscheibe wirkt von unserem Planeten genau so groß wie die Sonnenscheibe, weil der Radius des Mondes 400 mal kleiner ist als der Sonnenradius, aber er befindet sich auch 400 mal näher an der Erde als die Sonne. Trotzdem wird uns auch dies nichts nützen, wenn der Himmel am 20. März so bedeckt ist, dass wir die Sonne nicht sehen können. Deshalb sollten wir immer schön aufessen und auf gutes Wetter hoffen!

 

Max Pritzkuleit, Jggst. 12

Max hält uns über die Himmelsphänomene über dem TFG auf dem Laufenden.

Der Stern von Bethlehem war der Grund, warum die drei Weisen aus dem Morgenland Jesus aufsuchten, denn für sie war es das Zeichen für den neuen König der Juden.
„Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: Wo ist der neue König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.“(Matthäus 2, 1-2)
Auch wir hätten dieses Jahr zu Weihnachten einen neuen „Stern“ sehen können. Der Komet Ison wurde schon Wochen vor seiner Sichtbarkeit als der „Jahrhundertkomet“ vorausgesagt, doch leider hat er bei seinem Trip um die Sonne alles verloren. Als er sich am 28. November 2013 seinem sonnennächsten Punkt (Perihel) näherte, zog er in nur 1,7 Millionen Kilometern an der Sonne vorbei. Die Entfernung wird aber immer auf den Sonnenmittelpunkt bezogen und die Sonne hat einen Durchmesser von ungefähr 1,4 Millionen Kilometern. Das bedeutet, dass der Komet Ison gerade einmal eine Million Kilometer von der Sonnenoberfläche entfernt war. Die Gravitationskraft und die Sonnenwinde waren enorm stark und haben dazu geführt, dass der Komet seine gesamten Gase und den größten Teil seines Eises verloren hat. Die Gase und Eise sind aber die Bestandteile, die zu dem langen Kometenschweif führen. Jetzt ist Ison nur noch ein Haufen Geröll, den wir von der Erde nicht mehr bestaunen können. Der „Jahrhundertkomet“ wurde von der Sonne ausgeglüht.
Hätte er seine Reise um die Sonne überstanden, wäre er vielleicht so hell geworden, dass wir ihn am Taghimmel hätten beobachten können.
Heute wissen wir, dass wir einen Kometen hätten sehen können, aber der Stern von Bethlehem ist auch heute noch ein Rätsel für die Wissenschaftler, da keine Theorie den Stern von Bethlehem genau erklären kann. Einige Forscher glauben, es hätte eine Supernova sein können, doch diese hätte auch von anderen Völkern damals bemerkt werden müssen. Viele astronomische Erkenntnisse aus dieser Zeit stammen von den Chinesen, da diese damals jedes Ereignis dokumentiert haben, doch in den alten Schriften wird solch ein Ereignis nicht erwähnt. Außerdem müsste durch die Supernova ein Nebel an dieser Stelle entstanden sein, doch bisher wurde noch keiner mit dem richtigen Alter gefunden. Andere stützen sich auf die Planetentheorie, die besagt, dass Jupiter und Saturn sehr nah am Himmel gestanden hätten. Allerdings können sich diese Planeten am Himmel nicht so nah kommen, dass sie wie ein einziges Objekt erscheinen. Eine dritte Theorie ist die Kometen – Theorie. In dieser soll ein Komet den Stern symbolisieren. Gegen diese Theorie spricht aber, dass Kometen früher als Unheilbringer galten. Jesus Geburt war ein gutes Zeichen für die Menschen und von daher wäre ein Komet das falsche Symbol.
All diese Theorien besitzen jeweils ein Argument, das nicht belegt werden kann, und von daher gibt es heute keine, die wissenschaftlich anerkannt ist. Vielleicht war der Stern von Bethlehem auch nur ein Symbol für das Licht, welches den Menschen Hoffnung machen sollte.

Max Pritzkuleit, Jggst.11

Quellen: http://www.br.de/themen/wissen/komet-ison-c2012-s1-114.html und

http://www.planet-wissen.de/natur_technik/weltall/kometen/stern_von_bethlehem.jsp


Max hält uns jeden Monat zum Himmelsgeschehen über dem TFG auf dem Laufenden.

Diese Frage, wie das Leben entstand, beschäftigt die Wissenschaftler schon eine ganze Weile. Denn bis heute ist man sich nicht sicher, ob sich das Leben allein auf der Erde entwickelt hat oder ob es aus dem Weltraum mit Hilfe von Asteroiden und Kometen zur Erde gelangte.
Falls das Leben durch Asteroiden- und Kometeneinschläge auf die Erde gekommen ist, hätte es im Weltall entstehen müssen oder es hätte sich zu erst auf einem anderen Planeten entwickelt und wäre dann zu uns gekommen. Diese Szenarien sind relativ unwahrscheinlich, denn im Weltall ist es viel zu kalt, damit sich die hochkomplexen Strukturen des Lebens bilden können. Auch ist es sehr unwahrscheinlich, dass es von einem anderen Planeten kommen könnte, denn dort hätte ein sehr großes Objekt mit dem Planeten kollidieren müssen, damit Teile des Planeten hinaus ins Weltall geschleudert werden. Bei einem solchen Einschlag wären enorme Temperaturen entstanden, die das Leben  zerstört hätten. Selbst wenn es einige Lebewesen überlebt haben sollten, hätte sie mehrere Millionen Jahre durch die Kälte des Weltalls treiben müssen, um dann durch einen sehr großen Zufall auf die Erde zu fallen. Auf der Erde würden sie dann wieder neue Lebensbedingungen vorfinden, an die sie nicht angepasst sind und die, die bis hierhin überlebt haben sollten, werden dann noch durch die natürliche Auslese dezimiert, sodass die überleben, die am besten angepasst sind. So viele Zufälle sind sehr unwahrscheinlich, es sei denn eine hoch entwickelte Spezies hätte vor einigen Milliarden Jahren das Leben überall in der Galaxis verteilt.
Es ist viel wahrscheinlicher, dass die Grundbausteine des Lebens, die Aminosäuren, durch Kometen und Asteroiden auf die Erde gebracht wurden, denn diese Grundbausteine konnten im Weltall in interstellaren Gaswolken nachgewiesen werden. Die Aminosäuren bauen die Eiweiße (Proteine) auf. Es gibt über 260 Arten der Aminosäuren, doch das Leben hier auf der Erde nutzt lediglich 20. Ein Eiweißmolekül besteht aus 100 dieser 20 verschiedenen Arten von Aminosäuren und es könnte diese auf  verschiedene Arten zusammenfügen. Zum Vergleich: Die Anzahl aller Teilchen im Universum beträgt  . Allerdings nutzen die Lebewesen auf der Erde nur ungefähr 100.000 dieser Möglichkeiten. Da sich Aminosäuren bereits in den interstellaren Gas- und Staubwolken finden, könnte es sein, dass sie nicht nur die Grundlage des Lebens auf der Erde sind, sondern auch die Grundlage jedes anderen  Lebens in unserer Galaxie.
Das Leben kann jedoch auch auf der Erde entstanden sein, denn zu der Zeit, in der hier das Leben entstand, bestand die Atmosphäre der Erde aus vielen chemischen Stoffen. Es wurde nachgewiesen, dass durch Energiezufuhr (z.B. Blitze) komplexe chemische Moleküle wie Zucker und auch Aminosäuren entstanden. In einer dritten Theorie könnte das Leben auch zuerst am Meeresgrund in der Nähe der Schwarzen Raucher entstanden sein, denn hier strömen viele chemische Stoffe aus dem Erdinneren, die durch die Wärme wieder zu komplexen Molekülen wurden.

 

Bisher konnten aber immer nur die Grundbausteine des Lebens nachgewiesen werden, aber es ist noch nicht gelungen festzustellen, wie aus den Grundbausteinen das Leben entstand. Die ersten Lebewesen haben auch dafür gesorgt, dass unsere heutige Atmosphäre so viel freien Sauerstoff enthält, denn eigentlich wird der Sauerstoff durch chemische Reaktionen gebunden. Würden die Wissenschaftler einen Planeten finden, der eine relativ hohe Konzentration von Sauerstoff in seiner Atmosphäre hat, so ist Chance, dass es dort anderes Leben gibt, relativ hoch.

 

Max Pritzkuleit, Jggst. 11

 

Vgl. Quelle: Harald Lesch und Jörn Müller: Big Bang, zweiter Akt. Auf den Spuren des Lebens im All,  Wilhelm Goldmann Verlag, München (Seiten 124-144), 4. Auflage

 

Max hält uns jeden Monat zum Himmelsgeschehen überm TFG auf dem Laufenden.

Unser Sonnensystem entstand vor über 4,6 Milliarden Jahren, aus einer riesigen Gas- und Staubwolke. Die Wolke hatte eine sehr niedrige Temperatur, denn dies ist wichtig, damit die Wolke kollabieren und sich verdichten konnte. Nur weil sich die Teilchen auf Grund der extrem niedrigen Temperatur, die nur knapp über dem absoluten Nullpunkt von -273,15K befand, leichter verdichteten, konnte unser Sonnensystem entstehen. Da diese Gas- und Staubwolken eine sehr große Ausdehnung besitzen, entstehen oft mehrere Sterne zu ungefähr der gleichen Zeit, sodass sie kleine Gruppen bilden. Diese Gruppen können wir an unserem Nachthimmel beobachten als offene Sternenhaufen. Einer der berühmtesten offenen Sternenhaufen sind die Plejaden. Die Plejaden werden oft auch als Siebengestirn bezeichnet, weil man sieben Sterne mit guten Augen erkennen können soll. Sternenhaufen können aus einigen wenigen bis hin zu einigen Tausend Mitgliedern bestehen. Doch mit der Zeit lösen sich diese Gebilde langsam auf, weil die Sterne nur schwach durch die Gravitation zusammengehalten werden.

 

Wenn die Gas- und Staubwolke kollabiert, sammelt sich im Zentrum die meiste Masse und durch den Gravitationsdruck entsteht Wärme. Wenn sich genügend Masse angesammelt hat, entsteht ein Protostern. Beim Kollabieren der Gaswolke fängt diese an zu rotieren und sie flacht ab, sodass sich um den Protostern eine Scheibe bildet. Weil die ursprüngliche Wolke mit schweren Elementen durch die Vorgängersterne angereichert ist, kommt es jetzt durch die Rotation der Gaswolke zu einer Trennung von schweren und leichten Elementen. Die schweren Elemente lagern sich mehr im inneren des neuen Sonnensystems an, während die leichten nach außen weggedrückt werden. Deshalb können wir heute in unserem Sonnensystem die Gesteinsplaneten innen und die Gasplaneten außen finden. Im ersten Prozess der Planetenentstehungsphase kollidieren kleine Staubkörner, bis sie sich zu Objekten von einigen Metern Größe entwickelt haben. Die Brocken, die entstanden sind, werden Planetesimale genannt. Diese Planetesimale sind jetzt groß und schwer genug, um selbst Materie anzusammeln oder sie kollidieren zu größeren Brocken. Wenn sie groß genug sind, werden sie Protoplaneten genannt. Diese Körper haben aber auch erst einige Hundert Kilometer Durchmesser und unser heutiges Sonnensystem hat weniger Planeten, als es damals Protoplaneten gab. Manchmal stießen zwei Protoplaneten zusammen und zerstörten sich gegenseitig. Auch unsere heutigen Planeten hatten solche Einschläge erlitten, aber sie haben diese Katastrophen überlebt. Unser Mond ist zum Beispiel aus einem Einschlag hervorgegangen. Die junge Erde traf auf einen anderen Himmelskörper, der sich auf der gleichen Bahn befand wie die Erde, und es wurde eine Menge Materie bei diesem Einschlag ins Weltall geschleudert. Diese fand sich wieder zu einem Körper zusammen den wir heute Mond nennen. Das Mondgestein, das die Astronauten von dort mitbrachten, enthält Komponenten von der Erde, aber es besteht auch aus anderen Komponenten, die von dem anderen Planten stammen müssen. Merkur, Venus, Mars und Uranus könnten auch Opfer solcher Einschläge gewesen sein.

 

Die äußeren Planeten müssen aber anders entstanden sein, denn dort hätte es zu lange gedauert, bis sich ein Kern gebildet hat, der genügend Gas in so kurzer Zeit ansammeln konnte. Ein fester Kern würde bis zu zehn Millionen Jahre brauchen, bis er genügend Gas angesammelt hat. Der Kern kann aber nur Gas aufnehmen, wenn es kalt ist. Da der Protostern aber mit der Fusion von Deuterium (schwerer Wasserstoff) beginnt, setzt er Strahlung frei, die dazu führt, dass das Gas eine zu hohe Energie besitzt, um von dem Kern eingesammelt zu werden. Es ist wahrscheinlicher, dass sich zu erst das Gas verklumpt hat und dann die schwereren Elemente ins Zentrum gesunken sind. Durch die unterschiedliche Entfernung haben sich die noch kalten Gasteilchen unterschiedlich schnell um den Protostern bewegt, sodass sich Klumpen bildeten, die das umgebende Gas schnell an sich zogen, sodass diese Körper schnell zu enormer Größe anwachsen konnten. Die Gasplaneten entstanden auch weiter außerhalb ihrer jetzigen Position, denn das Gas verursachte Reibung, die die Körper abbremste und sie so auf die kleinere Umlaufbahn brachte, auf der sie heute sind. Wenn der Protostern mit der Fusionierung beginnt, bläst er das restliche Gas weg. Des Weiteren könnten durch die große Schwerkraft der Gasriesen Saturn und Jupiter auch noch einige andere Planeten aus dem inneren Sonnensystem herauskatapultiert worden sein, bis sich ein Gleichgewicht einstellte. Die restliche feste Materie wurde im inneren Sonnensystem von den Gesteinsplaneten aufgenommen, die dadurch noch an Größe und Masse hinzugewannen und im äußeren Sonnensystem ist die schwere Materie ins Zentrum gesunken und bildet jetzt den Kern der Gasriesen.

 

Max Pritzkuleit, Jggst. 11

Erlebnisse vom Mond – Astronaut Cernan berichtet

 

Der Apollo-17-Kommandant Eugene A. Cernan besuchte am 4. Juni die TU Berlin und hielt einen öffentlichen Vortrag auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Max Pritzkuleit (10/4) war zusammen mit Herrn Fiebig unter den Zuhörern. Hier eine Zusammenfassung der hochinteressanten Ausführungen des „Moonwalkers“ (in englischer Sprache) von Max.

 

Die letzte bemannte Mondmission war Apollo 17 mit den drei Astronauten Ron Evans (Pilot der Kommandokapsel America), Eugene A. Cernan (Kommandant) und Harrison Schmitt (Pilot der Mondlandefähre Challenger). Eugene A. Cernan betrat den Mond als bislang vorletzter Mensch und er verließ ihn als letzter mit den Worten: „We leave as we came, and God willing, as we shall return, with peace and hope for all mankind.“ - „Wir gehen, wie wir gekommen sind und, so Gott will, wie wir zurückkehren werden, mit Friede und Hoffnung für die ganze Menschheit.“
Am 3. Juni 2013 hielt Eugene Cernan einen Vortrag am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Dort berichtete er von seinen Erlebnissen, die er als Astronaut hatte. Er nahm nicht nur an der  Apollo 17 Mission teil, sondern auch an Apollo 10 und Gemini IX-A.

 

Eugene Cernan heuteEugene Cernan heute


Das Gemini – Programm war eine Vorbereitung für die späteren Apollo Missionen. Dort wurden Außeneinsätze (EVA) und Ankopplungsmanöver geprobt, aber es wurden auch wissenschaftliche und medizinische Experimente durchgeführt. Bei  Gemini IX-A war Eugene Cernan der Pilot. Ursprünglich gehörte er nur zur Ersatzmannschaft, aber die eigentliche Crew Elliot See und Charles Bassett  kamen bei einem Absturz einer T-38 – Trainingsmaschine ums Leben, sodass die Ersatzmannschaft eingesetzt werden musste. Der Start von Gemini IX klappte zwar reibungslos, aber das Andockmanöver an den unbemannten Satelliten ATDA funktionierte nicht wirklich, da sich eine Schutzverkleidung nicht löste. Deshalb musste Eugene Cernan einen riskanten Außeneinsatz durchführen, der 2 Stunden 7 Minuten dauerte. Auch dies klappte nicht ganz problemlos, weil sich Eugene Cernan  nicht in die richtige Position bringen konnte, um vernünftig zu arbeiten, denn die Halterungen waren nicht ausreichend. Dadurch verlangte die Arbeit sehr viel Kraft von ihm, sodass sein Helm von innen beschlug und er nichts mehr sehen konnte. Völlig verausgabt und nur mit Hilfe seines Kollegen Tom Stafford erreichte er wieder die Kapsel. Aus diesem Grund konnte das von der Air Force entwickelte AMU (Astronaut Maneuvering Unit) nicht getestet werden. An Bord von Gemini IX befanden sich auch einige Experimente. Das einzige medizinische war das Messen des Verhaltens von Körperflüssigkeiten.

 

Eugene Cernan bedeckt mit MondstaubEugene Cernan bedeckt mit Mondstaub


Apollo 17 landete im Taurus-Littrow-Tal am Ostrand des Mare Serenitatis. Am 11. Dezember 1972  fand der erste Außeneinsatz statt, mit einer Länge von 7 Stunden 12 Minuten. Cernan berichtete bei seinem Vortrag, dass sie mehrere kleinere Sprengladungen in der Nähe angebracht hatten, die sie bei der Rückkehr in die Kapsel zündeten. Durch die seismologischen Wellen, die dabei entstanden, konnten sie ein geologisches Profil der Region erstellen. Insgesamt fanden drei Außeneinsätze statt. Cernan erzählte außerdem, dass sie bei der Landung ziemliche Angst hatten, in ein mit Mondstaub gefülltes Loch zu fallen, denn darin hätte die Landefähre versinken können. An etlichen Stellen war der Staub nur wenige Zentimeter tief und an anderen Stellen wiederum ein paar Meter. Einmal mussten die Astronauten das Mondauto reparieren, weil ein Schutzblech kaputt gegangen war und so die Astronauten den hochgewirbelten Staub abbekamen. Sie reparierten es, indem sie Mondkarten mit Klebeband und Klammern befestigten. Das ist äußerst problematisch. Denn Mondstaub ist sehr, sehr fein und scharfkantig, da er nicht der Erosion von Wasser und Luft ausgesetzt ist, und er rutscht in jede noch so kleine Spalte. Doch wenn das Mondauto einmal stecken blieb, dann konnten sie es wieder lösen, wenn es einer von beiden anhob und ein Stück weiter wieder auf der Mondoberfläche absetzte – denn auf dem Mond herrscht nur ein Sechstel der Erdanziehungskraft, aber die Astronauten haben immer noch die gleiche Stärke, die sie auf der Erde auch hätten; deshalb gehen einige Dinge auf dem Mond etwas leichter. Würde man länger dort bleiben, würde man sich an die schwächere Anziehungskraft gewöhnen und die Muskeln würden schwächer. Bei einer Rückkehr auf die Erde könnte man dann kaum noch stehen! Insgesamt verbrachte Eugene Cernan 3 Tage, 2 Stunden, 59 Minuten und 40 Sekunden auf dem Mond. Das ist der bisher längste Aufenthalt auf dem Mond.  Die Astronauten förderten 110,4 kg Mondgestein.  Am 19. Dezember wasserte die Kapsel im Pazifischen Ozean 6,4 Kilometer entfernt vom Bergungsschiff USS Princeton.

 

Mondauto Das Mondauto


Auch wenn das Apollo Programm nach heutigen Maßstäben 120 Milliarden US Dollar gekostet hat, so war es dennoch ein Schritt in Richtung Zukunft. Nach der Mondlandung fing die Raumfahrt an aufzublühen, und es wurde begonnen mit der Erforschung des Sonnensystems und der einzelnen Planeten. Und wir haben dadurch viele faszinierende Dinge gelernt und Bilder gesehen, die uns noch heute zum Staunen bringen.

 

Max Pritzkuleit, 10/4

 

Bildquellen:

•    Herr Fiebig (Eugene Cernan heute)
•    http://www.nationalgeographic.de/thumbnails/lightbox/51/16/00/eugene-cernan-im-weltraumanzug-1651.jpg (Eugene Cernan bedeckt mit Mondstaub)
•    http://de.sott.net/image/image/s5/112908/large/Bild.jpg (Mondauto)

 

Max hält uns jeden Monat zu den Himmelsereignissen überm TFG auf dem Laufenden.

Olympus Mons – der Riesenberg

 

Der höchste Berg der Erde ist der Mount Everest mit einer Höhe von 8.848 Metern über dem Meeresspiegel. Wenn man jedoch die Höhe vom Fuß eines Berges misst, also auch den Teil der sich unter Wasser befindet, dann wäre der höchste Berg der Erde nicht der Mount Everest, sondern der Mauna Kea. Der Mauna Kea ist einer der Vulkane auf Hawaii. Seine Höhe beträgt vom Fuß bis zum Gipfel etwas mehr als 10 km. Doch selbst das ist nichts im Vergleich zum Olympus Mons. Der Olympus Mons („Berg Olymp“) ist der höchste Berg auf dem Mars und gleichzeitig auch der höchste Berg im gesamten Sonnensystem. Er hat eine Höhe von fast 27 km und ist damit fast dreimal so groß wie der Mount Everest. Er hat einen Durchmesser von 624 km und die Fläche, die er einnimmt, ist ungefähr viermal so groß wie Bayern. Er ist nicht nur der höchste Berg im Sonnensystem, sondern auch der höchste Vulkan. Heute ist er inaktiv. Doch wie konnte er so eine große Höhe erreichen?
Es gibt zwei wesentliche Gründe, wie der Olympus Mons so hoch werden konnte. Zum einen liegt es daran, dass die Anziehungskraft des Mars gerade einmal ein Drittel der Anziehungskraft der Erde entspricht. Dadurch konnte sich das Material viel weiter aufschichten, während es bei der Erde viel stärker zum Boden gezogen wird. Doch der wesentlich entscheidendere Grund ist, dass es auf dem Mars keine Plattentektonik gibt. Die Erdkruste ist in mehrere Platten zerbrochen. Durch die Bewegung der Platten werden auch die Vulkane verschoben. Befindet sich ein Vulkan über einem Hotspot, ist er aktiv, denn dort steigt Material aus dem Erdinneren an die Oberfläche. Wenn sich der Vulkan von dem Hotspot entfernt, geht ihm der Nachschub aus und er erlischt. Auf dem Mars verschob sich der Olympus Mons nie, sodass so lange Material an die Oberfläche kam, bis keines mehr vorhanden war. Über mehrere Tausende Jahre schichteten sich Lava und Gestein auf. Daher gehört der Olympus Mons zu den Schichtvulkanen. Auch auf dem Jupitermond Io befinden sich Vulkane, die eine Höhe von bis zu 18 km erreichen. Io ist der vulkanisch aktivste Ort im gesamten Sonnensystem. Seine Vulkane können noch wachsen, während Wissenschaftler sagen, dass der Olympus Mons schon sehr lange nicht mehr ausgebrochen ist. Wer weiß, vielleicht werden irgendwann einmal Menschen den Berg besteigen, aber es wäre keine große Herausforderung, denn der Aufstieg ist nicht steil und sperrig wie beim Mount Everest, sondern es ist viel mehr eine lange Wanderung, denn der Olympus Mons steigt nur sehr flach an.  

 

Olympus_Mons

 

Max Pritzkuleit, 10/4

 

Benutzte Quelle:

David Baker und Todd Ratcliff: "Extreme Orte", rowohlt Verlag, 1. Auflage Juli 2010,S. 18 – 21
Bildquelle:

http://edu-net.nl/_scripts/display-inframe.asp?dir=\Ruimtevaart/Planeten%20en%20manen&item_name=Mars%20Volcano%20Olympus%20Mons.jpg&sourcedir

 


 

Max hält uns jeden Monat zum Himmelsgeschehen überm TFG auf dem Laufenden.

 

 

Wetter in Strausberg


STRAUSBERG Wetter

Veranstaltungen und Termine


Keine Veranstaltungen. Weitere Termine in diesem Schuljahr